Rechnungslegungsgrundsätze

1 Grundlagen der Abschlusserstellung

Die Zwischenberichterstattung wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt und entspricht den Erfordernissen von IAS 34 (Zwischenberichterstattung). Dabei wurden bis auf die unten stehenden Anpassungen die gleichen Rechnungslegungsgrundsätze wie für die konsolidierte Jahresrechnung per 31. Dezember 2013 angewendet. Die ungeprüfte konsolidierte Halbjahresrechnung sollte zusammen mit der geprüften konsolidierten Jahresrechnung 2013 gelesen werden. Das Management ist der Ansicht, dass alle notwendigen Anpassungen erfolgten, um eine korrekte Offenlegung der Vermögenswerte, Schulden, Ergebnisse und Mittelflüsse zu erhalten.

Das Management muss bei der Erstellung der konsolidierten Halbjahresrechnung gemäss IFRS Schätzungen und Annahmen treffen. Dies kann sich auf einzelne Positionen im Ertrag und Aufwand, auf Aktiven und Verpflichtungen sowie auf die Offenlegung von Eventualforderungen und -verpflichtungen auswirken. Die Verwendung von per Bilanzstichtag der LLB vorliegenden Informationen und Annahmen ist für die Schätzung einzelner Positionen unerlässlich. Die tatsächlich eintretenden Ereignisse in der Zukunft können von der Schätzung wesentlich abweichen. Dies kann zu wesentlichen Veränderungen in der Konzernrechnung führen. Die IFRS enthalten Richtlinien, die von der LLB-Gruppe bei der Erstellung der konsolidierten Halbjahresrechnung Annahmen und Schätzungen erfordern. Goodwill, immaterielle Anlagen, Vorsorgepläne und Fair Value Bestimmungen für Finanzinstrumente sind Bereiche mit höheren Beurteilungsspielräumen, bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidender Bedeutung für den Konzernabschluss sind. Erläuterungen dazu sind unter Anmerkung 19, Anmerkung 36 und Anmerkung 42 der konsolidierten Jahresrechnung 2013 aufgeführt.

Die Gespräche und Verhandlungen über den Verkauf der swisspartners Investment Network AG wurden, nachdem die US-Steuerthematik abgeschlossen werden konnte, wieder aufgenommen. Die LLB-Gruppe beabsichtigt weiterhin im Rahmen ihrer strategischen Neuausrichtung auf das Kerngeschäft, die swisspartners Investment Network AG zu verkaufen. Die Voraussetzung zur Klassifizierung der Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft als zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte gemäss IFRS 5 ist per 30. Juni 2014 nicht mehr voll gegeben. Die swisspartners-Gruppe wird seit dem 31. Dezember 2013 wieder voll konsolidiert. Die Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft werden in den einzelnen Bilanzpositionen der LLB-Gruppe gezeigt. Die Vergleichsperiode ist nicht anzupassen.

Zahlreiche neue Standards sowie Überarbeitungen und Interpretationen von bestehenden Standards wurden publiziert; diese sind für die Geschäftsjahre, beginnend am 1. Januar 2014 oder später, anzuwenden. Die folgenden neuen oder geänderten IFRS-Standards beziehungsweise die Interpretationen sind für die LLB-Gruppe von Bedeutung:

  • IAS 36 «Wertminderung von Vermögenswerten» – Im Mai 2013 hat das IASB den Standard im Hinblick auf den erzielbaren Betrag für nicht finanzielle Vermögenswerte geändert beziehungsweise eine Klarstellung der geforderten Angaben gemacht. Es werden zusätzliche Fair-Value-Angaben für nicht finanzielle Vermögenswerte oder zahlungsmittelgenerierende Einheiten des erzielbaren Betrages abzüglich der Veräusserungskosten gefordert, sofern der erzielbare Betrag auf dem Fair Value abzüglich Veräusserungskosten ermittelt wurde und für diese eine Wertminderung verbucht oder rückgängig gemacht wurde. Die Anpassungen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernrechnung der LLB-Gruppe.
  • IFRIC Interpretation 21 «Abgaben» – Das IASB hat im Mai 2013 die IFRIC Interpretation 21 mit Inkrafttreten per 1. Januar 2014 veröffentlicht. Das IFRIC bietet Leitlinien dafür, wann eine Schuld für eine Abgabe anzusetzen ist, die von einer Regierung auferlegt wird. Die Interpretation gilt sowohl für Abgaben, bei denen Zeitpunkt und Betrag bekannt sind, wie auch für solche, die nicht Bestandteil von IAS 12 «Ertragsteuern» sind. Die Übernahme der Interpretation hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernrechnung der LLB-Gruppe.
  • IAS 32 «Finanzinstrumente: Darstellung» – Im Dezember 2011 veröffentlichte das IASB die Änderungen an IAS 32 bezüglich der Saldierung finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Verbindlichkeiten mit Erstanwendungszeitpunkt per 1. Januar 2014. Die Änderungen begrenzen den Anspruch auf Saldierung in der Bilanz auf jene Vereinbarungen, bei denen ein unbedingtes und rechtlich durchsetzbares Recht zur Saldierung des Vermögenswerts mit der finanziellen Verbindlichkeit (Netting) besteht. Diese Leitlinien regeln die Saldierungsmöglichkeiten im normalen Geschäftsverkehr sowie bei Ausfall, Insolvenz oder Bankrott der Gegenpartei. Die Übernahme hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernrechnung der LLB-Gruppe.
  • IAS 39 «Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung» – Das IASB hat im Juni 2013 die Änderungen an IAS 39 bezüglich Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften mit Inkrafttreten per 1. Januar 2014 veröffentlicht. Unter bestimmten Umständen sieht die Änderung eine Erleichterung der Fortsetzung der Bilanzierung von Sicherungsgeschäften (Hedge Accounting) beziehungsweise eine Nichtbeendigung von Sicherungsgeschäften vor. Dies ist möglich, wenn die Novationen aufgrund rechtlicher oder regulatorischer Anforderungen mit einer zentralen Gegenpartei erfolgen. Die Übernahme der Änderungen hat keine wesentlichen Auswirkungen auf die Konzernrechnung der LLB-Gruppe.
  • IFRS 9 «Finanzinstrumente» – Der aktualisierte IFRS 9, welcher auch die überarbeiteten Regelungen zur Klassierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten umfasst, enthält Anwendungsrichtlinien zu finanziellen Verbindlichkeiten und zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten. Der Standard sieht zwei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswerte vor: fortgeführte Anschaffungskosten und Fair Value. IFRS 9 verlangt, dass alle finanziellen Vermögenswerte nach dem Geschäftsmodell des Unternehmens für die Verwaltung der finanziellen Vermögenswerte und nach den vertraglichen Cashflow-Merkmalen des Vermögenswerts klassifiziert werden. Die Vorschriften gemäss IAS 39 bezüglich der Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Verbindlichkeiten wurden beibehalten, einschliesslich der jeweiligen Anleitungen zur Anwendung und Einführungsrichtlinien. Für erfolgswirksam zum Fair Value designierte finanzielle Verbindlichkeiten werden Fair-Value-Veränderungen infolge des geänderten eigenen Kreditrisikos eines Unternehmens direkt in der Gesamtergebnisrechnung anstatt in der Erfolgsrechnung berücksichtigt. Der Erstanwendungszeitpunkt wird voraussichtlich für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2018 beginnen, festgelegt. Gegenwärtig werden die Auswirkungen auf die Konzernrechnung der LLB-Gruppe analysiert.
  • IFRS 15 «Erlöse aus Verträgen mit Kunden» – Das IASB hat zusammen mit dem FASB im Mai 2014 neue Vorschriften zur Umsatzrealisierung veröffentlicht, welche die bestehenden Regelungen von US-GAAP und IFRS zur Erfassung von Umsatzerlösen vollständig ersetzen. Die Erfassung von Umsatzerlösen besteht in der Abbildung der Lieferung von Gütern oder in der Erbringung von Dienstleitungen an den Kunden mit einem Betrag, welcher der Gegenleistung entspricht, die das Unternehmen im Tausch für diese Güter oder Dienstleitungen voraussichtlich erhalten wird. IFRS 15 enthält ein Fünf-Schritte-Modell zur Ermittlung der Umsatzerlöse, wobei die Art der Transaktion oder der Branche des Unternehmens irrelevant ist. Der Standard sieht zusätzliche Offenlegungen vor und ist erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2017 beginnen, verpflichtend anzuwenden. Gegenwärtig werden die Auswirkungen auf die Konzernrechnung der LLB-Gruppe analysiert.

Im Rahmen der jährlichen Verbesserungen hat das IASB im Dezember 2013 weitere Verbesserungen zu neun IFRS-Standards publiziert, welche alle grundsätzlich per 1. Januar 2015 in Kraft treten. Die LLB untersucht derzeit den Einfluss auf die Konzernrechnung.

Der vorliegende konsolidierte Halbjahresabschluss wurde vom Verwaltungsrat in seiner Sitzung vom 21. August 2014 genehmigt und zur Veröffentlichung freigegeben.

2 Änderungen im Konsolidierungskreis

Im ersten Semester 2014 erfolgten keine Änderungen im Konsolidierungskreis.

3 Währungsumrechnung

(XLS:)

Stichtagskurs

30.06.2014

31.12.2013

1 USD

0.8872

0.8908

1 EUR

1.2144

1.2270

1 GBP

1.5172

1.4738

 

 

 

Durchschnittskurs

1. Sem. 2014

1. Sem. 2013

1 USD

0.8889

0.9348

1 EUR

1.2197

1.2258

1 GBP

1.4876

1.4466

4 Risikomanagement

Die LLB-Gruppe ist in ihrer operativen Tätigkeit finanziellen Risiken, wie dem Marktrisiko, Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko, Kreditrisiko und operationellen Risiken ausgesetzt. Die Zwischenberichterstattung enthält keine Risikomanagementinformationen. Wir verweisen diesbezüglich auf die Risikomanagementinformationen im Geschäftsbericht 2013. Es gab keine wesentlichen Änderungen zum 31. Dezember 2013.

5 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, welche zusätzliche Angaben oder eine Korrektur der konsolidierten Halbjahresrechnung 2014 erfordern würden.

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